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Das Ende einer Affäre
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Preis bei Amazon: EUR 16,99
Erscheinungsdatum: November 2000
- FSK 12
Produktbeschreibung
Der Beginn eines Tagebuches und eine Begegnung im Regen stehen am Anfang. Maurice Bendrix, amerikanischer Schriftsteller in London, schreibt an einem Abend im Jahre 1946 die Worte "Dies ist ein Tagebuch des Hasses" in seine Schreibmaschine. Und mit den Sätzen wird er fortgetragen von der Erinnerung an die zurückliegenden Jahre und eine verlorene Liebe, deren Bedeutung und wirklicher Verlauf, sich ihm erst in der letzten Zeit erschlossen hat... Großbritannien am Vorabend des Zweiten Weltkriegs Maurice Bendrix lernt Sarah Miles, die verheiratete Gattin des eher faden britischen Staatsbeamten Henry Miles auf einer Party kennen. Sehr schnell entflammt zwischen diesen beiden Menschen eine Leidenschaft, die sich über alle Konventionen hinwegsetzt. Der gutaussehende Autor und die attraktive Sarah nutzen jede Gelegenheit sich zu treffen und einander zu lieben. Der Krieg bricht aus und mit ihm rast der deutsche Bomben-Blitz über die britische Metropole - Bendrix notiert später, "es war kaum zu glauben, wie wir inmitten des Krieges so völlig in Frieden sein konnten." Henry, von seiner Arbeit im Ministerium völlig in Anspruch genommen, konnte nichts ahnen von dieser Liebesaffäre, die Maurice und Sarah so allumfassend erfüllte. Doch während Sarahs Gefühle für Maurice tief und wahrhaftig sind, kann er seine Empfindungen ihr gegenüber nur am Ausmaß seiner rasenden Eifersucht ermessen. Erst viel, viel später sollte sich ihm diese Wahrheit erschließen. Eine Love-Story in Zeiten des Krieges Während Millionen sterben und Europa von Wehrmachts- und SS-Stiefeln zertreten wird, nutzen Sarah und Maurice jede Minute, um beieinander zu sein. So auch an jenem schicksalhaften Tag 1944 als ein Bombenangriff, den Maurice auf geradezu wundersame Weise überlebt. Danach beendet Sarah ihre Affäre und kehrt zu Henry zurück. Eine Entscheidung ...Aus der Amazon.de-Redaktion
"Dieser Brief ist voller Hass", hämmert der Romancier Maurice Bendrix (Ralph Fiennes) in die Tasten seiner Schreibmaschine. Er berichtet von der großen verlorenen Liebe seines Lebens in diesem beseelten Erinnerungswerk (basierend auf Graham Greenes Roman), das eine überraschende Wendung bereithält.
Wir befinden uns in London im Jahr 1946 und Maurice begegnet seinem Schulfreund Henry, einem tödlichen Langweiler (Stephen Rea mit beständig traurigem Hundeblick). Das Treffen verläuft spröde, man spricht über Belangloses -- frostige und wohlerzogene Höflichkeit, von Regisseur und Drehbuchautor Neil Jordan (The Crying Game) wundervoll eingefangen. Das Gespräch taut nur kurz auf, als Henry andeutet, dass seine Frau Sarah (brillant, Julianne Moore) möglicherweise eine Affäre hat. Maurice schwelgt in Erinnerungen an die leidenschaftliche Affäre, die er mit Sarah in den Kriegsjahren hatte und die sie vor zwei Jahren abrupt beendete. Von unverminderter Eifersucht gepackt, engagiert er einen Privatdetektiv (ein mausgrauer, fabelhafter Ian Hart), um Sarah zu beschatten. Gefasst auf die Entdeckung eines Nebenbuhlers, gewahrt er stattdessen ein sehr viel tiefgründigeres Geheimnis: "Ich habe das Schicksal herausgefordert", vermerkt sie in ihrem Tagebuch, "und das Schicksal hat diese Herausforderung angenommen".
Jordans kühle Distanz erfasst die steife Unbehaglichkeit, die sich hinter den förmlichen Umgangsformen verbirgt. Doch selbst in den Liebesszenen entsteht keinerlei Intimität. Fiennes und Moore explodieren beinahe vor unterdrückten Gefühlen, ihre Gesichter halten der Maske der wohlerzogenen Anständigkeit beinahe nicht mehr stand und ihre nervöse Körpersprache verrät, wie sehr sie sich eigentlich zurückhalten. Dieser leidenschaftliche Zusammenprall wird mehr von Gedanken, denn Gefühlen beherrscht, aber trotzdem ist dies ein aufrichtiges und großartig umgesetztes Porträt von Müßiggang und Gotteszorn, das von kurzen, erschütternd dramatischen Momenten getragen wird. --Sean Axmaker

